NORD auf den Spuren der Sonne

Schneckengetriebe bewegt Solarmodule

Es klingt paradox, aber die deutsche Solartechnologie ist auch deshalb weltweit führend, weil die klimatischen Bedingungen in Deutschland wenig sonnig sind: Je knapper die Sonnenstunden, desto wichtiger ist Effizienz.

Intelligente Nachführtechnologie: der Solarpark Rodenäs GmbH steigert den Wirkungsgrad von Fotovoltaikanlagen. Sie erfordert robuste Getriebemotoren, um Solarmodule gegen starke Windkräfte zu positionieren und sicher zu halten. Marktübliche Antriebe setzen konventionelle Bremsen ein und benötigen Heizungen, um deren Festfrieren zu verhindern –kosten- und wartungsintensive Komponenten, die zudem den Energiebedarf des Antriebs erhöhen. Die im Folgenden vorgestellte Lösung erfüllt angemessener die Anforderungen:
Wetterbeständigkeit, Präzision, Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit. In Rodenäs, der nördlichsten Gemeinde auf dem deutschen Festland, spezialisiert sich die Solarpark Rodenäs GmbH auf Befestigungssysteme für Solarpaneele. Da Solarzellen bei senkrechtem Sonneneinfall den höchsten Wirkungsgrad erzielen, erhöht eine präzise Ausrichtung auf die Sonne ihre Effizienz deutlich, jedenfalls insofern die Nachführung nicht selbst zu viel Energie verbraucht. Das Unternehmen entwickelt darum neben fest montierten Anlagen auch per Hand zu bedienende sowie vollautomatische Systeme zur Sonnennachführung. Letztere werden von kompakten, leistungsstarken Getriebemotoren von NORD DRIVESYSTEMS bewegt, z.B. im Bürgersolarpark Rodenäs, mit einer Nennleistung von 2 MW die größte norddeutsche Freilandanlage.

Solarpark Rodenäs
Solarbaugruppe

Positionierdaten von astronomischer Uhr

Die Nachführsteuerung berechnet aus Sonnenauf- und -untergangsdaten die tagesaktuelle Sonnenbahn. Mit Sonnenaufgang wenden sich die Solarpaneele nach Osten, um dann im Lauf des Tages der Sonne zu folgen.

Alle 15 Minuten führen NORD-Getriebemotoren auf einen Impuls von der zentralen Steuerung die Solarpaneele um vier Grad der Sonne nach; anschließend schalten sie wieder ab. Die Solarkollektoren erzielen durch die Nachführung eine um 25 bis 30 % höhere Leistung im Vergleich zu feststehenden Kollektoren.

Paddel mit Heizung in der Welle

Der so genannte Pfropfenstrom-Fermenter ist als Gärbehälter aus Beton mit einem maximalen Anteil an Trockensubstanz für die Verarbeitung von Biomasse zugeschnitten. Selbst eine Trockenfermentation ist möglich.

Seine Bauweise gewährleistet eine optimale, schonende Durchmischung sowie gleichmäßige Wärmeverteilung – das sind Grundlagen für eine stabile Gärbiologie. Dabei werden auch ungewollte Schwimm- und Sinkschichten sicher verhindert. Im gleichen Zug sorgt die Stellung der schaufelartigen Rührpaddel auf der beheizten Welle für den langsamen, kontinuierlichen Transport des gärenden Substrates. Ausgelegt auf Belastungen von rund 30.000 Nm erfordert dieser Prozess von den Getrieben Höchstleistungen ab. Dabei ist die Reihe SK 9382 als Hohlwellenvariante eingebaut. So war es für das Unternehmen aus Schwandorf einfach möglich, die Beheizung der Welle durch das Getriebe hindurch vorzunehmen. „Wir fahren die Fermentation mit gut 40 Grad und verschaffen den Mikroorganismen optimale Lebensbedingungen für die bestmögliche Biogasproduktion“, erläutert Ingenieur Norbert Hutzler.

Hart vorm Wind: Präzise, wetterfeste Antriebstechnik

Mit je 16 qm Oberfläche bieten die Paneele dem Nordseewind eine große Angriffsfläche. Die eingesetzten Getriebe der modularen Universal-Baureihe, die hier zwei Schneckengetriebe kombinieren, halten selbst und ohne zusätzliche Bremsen.

Genau und stabil positionieren sie die Paneele gegen den oftmals bis über Windstärke 10 ansteigenden Wind. Die mehr als 700 Getriebemotoren sind durch das korrosionsbeständige einteilige Aluminiumgehäuse und einen speziellen Lack doppelt vor Korrosion im rauen Nordseeklima geschützt. Ein hochwertiger synthetischer Langzeitschmierstoff gewährleistet die Betriebssicherheit auch bei Minustemperaturen und minimiert zudem den Wartungsaufwand.

Fazit

Die NORD-Lösung hat funktionale und energetische Vorteile gegenüber Antriebsvarianten, bei denen mechanisch eingegriffen werden muss, um gegen den Wind ein Verdrehen des Solarelements zu verhindern. Zudem profitieren die Betreiber von den geringen Unterhaltskosten der Antriebslösung.